Biografie Achim Konejung

Achim Konejung wurde 1957 in Krefeld geboren. In Antwerpen/Belgien begann er seine schulische Laufbahn, die 12 Jahre später wiederum in Krefeld ein vorzeitiges Ende fand. Bereits mit 14 Jahren spielte er in verschiedenen Jazzformationen und gründete 1973 seine erste eigene Band.

Mitte der 70er Jahre gehörte er zur niederrheinischen Sponti- und Hausbesetzerszene. Zwei Jahre lang fungierte er als musikalischer Untermaler des Wiener Aktionisten Otto Mühl im österreichischen Burgenland, dessen Kommune er jedoch bald verließ.

Im Herbst 1978 nach Deutschland zurückgekehrt, wurde er unfreiwillig Mitglied der Bundeswehr, wo er u.a. als Schellenbaumspieler eines Spielmannzugs fungierte.

1979 konnte er die Bundeswehr verlassen. Mittlerweile hatte er wieder eine eigene Band gegründet und schrieb erste Szenen für‘s Kabarett.

Er beschloß bald, sich ganz dem Kabarett zu widmen. So hatte sein erstes Solo-Programm (»Die Eddie-Elend-Show«) 1981 Premiere in Wien. Es wurde darauf in Deutschland über 300 Mal gespielt.

1982 folgte der Umzug nach Hamburg. Hier kam es zur ersten Zusammenarbeit mit Horst Schroth. Eine Zeitlang war Konejung zusammen mit Corny Littmann und Ernie Reinhardt (heute besser bekannt als Lilo Wanders) Mitglied der »Familie Schmidt«.

Nach weiteren Produktionen schrieb er 1986 das Solo-Stück »Das unglaubliche Leben des George Villabour«, mit dem er in Form und Inhalt neue Maßstäbe setzte. Mittlerweile gehört es zu den am längsten gespielten Kabarett-Programmen.

Es folgten 1987 die »Volkszählungs-Revue« und »Sex total«. 1988 zog Konejung nach Köln, wo sein 6. Solo-Programm Premiere hatte (»Schwein sein!«).

Bereits im Jahr darauf hatte dann jene Produktion Premiere, die das Programm zur Wiedervereinigung werden sollte: »Gnadenlos deutsch«. Hierfür erhielten Konejung und Schroth 1991 den Deutschen Kleinkunstpreis.

Konejung ist Mitbegründer des mittlerweile legendären »Reichspolterabends«. Neben dessen Tourneen standen in den letzten Jahren die Kabarettproduktion »Alles meins« mit Horst Schroth, Ausflüge ins Filmgeschäft und unzählige Fensehauftritte, Radiomitschnitte und zwei weitere Solo-Programme in seinem Terminkalender.

1994 zog Konejung von Köln in die Voreifel. Hier entstand »Bitte einsteigen! – Eine Kaffeefahrt durch den rheinischen Separatismus«, seine kabarettistische Aufbereitung der Regionalgeschichte, die im Januar 1995 uraufgeführt wurde.

Es folgte im Februar 1996 »Das Original Alptraum Duo«, eine satirische Abrechnung mit der Fernsehunterhaltung. Wie schon zuvor wurde er auch bei dieser Produktion wieder von dem bekannten Jazzmusiker Reinhard Glöder am Baß begleitet. Für dieses Programm erhielt Konejung den Deutschen Kabarettpreis 1997.

Im Oktober 1997 wurde »Feuer unterm Arsch« in Köln uraufgeführt.

Es folgten 2000 die Soloprogramme »Echt abgefahren« und

2002 »Helden wie mir«.

Erste Kulturprojekte in der Eifel, u. a. die „Mordsommernacht“ mit Ralf Kramp, Jacques Berndorf, Hubert vom Venn und anderen.

2003 legt Achim Konejung eine Kabarett-Pause ein.

Seit 2004 Vorstandsvorsitzender der von Horst Konejung gegründeten Konejung Stiftung: Kultur.

Anlässlich des Kriegsendes vor 60 Jahren organisiert er verschiedene, ungewöhnliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel die „Fahrt in die Vergangenheit“, ein rollendes Hörspiel durch den Hürtgenwald mit Joachim Pukaß und Mario Buletta.

Nach drei Jahren Recherche und Dreharbeiten erscheint 2007 die von Achim Konejung als Drehbuch verfasste Filmdokumentation „You Enter Germany – Hürtgenwald und der lange Krieg am Westwall.

Im Anschluss entsteht aus der erfolgreichen Erinnerungsarbeit das von der EU geförderte Projekt „Historisch-Literarische Wanderwege“, das 2009 mit einem Multimedia- Guide ergänzt wurde.

Seit 2008 Ensemblemitglied bei der „Schlachtplatte – die Jahresendabrechnung“, zusammen mit Robert Grieß, Jens Neutag und Wolfgang Nitschke.

Im November 2010 erscheint aufgrund der großen Nachfrage mit „You Enter Germany 2 – Das Archivmaterial“ die Nachfolge-DVD, die ebenfalls binnen weniger Wochen in die zweite und dritte Auflage geht.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Stiftung, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen und anderen Partnern aktiv an der Aufarbeitung der Vergangenheit der rheinischen Grenzregion arbeitet, ist Achim Konejung derzeit wieder mit der „Schlachtplatte“ auf deutschen Kabarettbühnen zu sehen.

2010 erhält er für sein bürgerschaftliches Engagement in der Euregio die „Aachener Presse-Ente“, die jährlich vom Bezirksverein Aachener Presse verliehen wird.

Derzeit arbeitet Achim Konejung an dem Musical-Projekt „The Earls Of Barrelhouse – wie zwei Rheinländer den Jazz erfanden“ und an einer Multimedia-Präsentation zum europäischen Erinnerungsjahr 2014.

Bühnenprogramme

1981 Die Eddie-Elend-Show (Solo)
1982 Flammende Schmerzen (Solo)
1983 Ist Deutschland noch zu retten (Solo)
John Boykotz Volkszählungsrevue (mit Horst Schroth und M. Batz)
1984 Spät und teuer (mit H. Schroth)
Alfred on the rocks (mit Familie Schmidt)
1985 Konejung und das Grubenklangorchester (mit Musikern)
Der Wunderbrunnen (Satirische Operette)
1986 Das unglaubliche Leben des George Villabour (Solo, Regie: Ulrich Waller)
1987 Die Volkzählungsrevue (neues Programm mit H. Schroth und M. Batz)
Sex total (mit H. Schroth und M. Batz, Regie: U. Waller)
1988 Schwein sein! (Solo mit R. Glöder am Bass)
1989 Gnadenlos deutsch (mit H. Schroth, Regie: Ulrich Waller, Dt. Kleinkunstpreis 1990)
1990 Reichspolterabend 1 (mit H. Schroth, M. Beltz, H. Pachl & A. Rating)
1991 Alles meins! (mit H. Schroth, Regie: Ulrich Waller)
1992 Reichspolterabend 2 (s.o.)
1993 Terror, Spaß und Bürgerkrieg (kabarett. Musical)
1994 Reichspolterabend 3 (s.o.)
1995 Bitte einsteigen! (Solo mit R. Glöder am Baß)
1996 Das Original Alptraum Duo (Solo mit R. Glöder am Baß)
1997 Feuer unterm Arsch (Solo, Regie: Mathias Repiscus)
2000 Echt abgefahren (Solo, Regie: Mathias Repiscus)
2002 Helden wie mir (Solo, Mitarbeit: Mathias Repiscus)

TV (Auswahl)

Gnadenlos deutsch Live-Übertragung des NDR 1990
Alles meins Aufzeichnung des NDR 1992
Spaß im Sport Moderation für den WDR 1992
Köln lacht Moderation mit H. Schroth für den WDR 1992
Reichspolterabend 2 Aufzeichnung des NDR 1993
RTL Late Night Show 1993 (mit T. Gottschalk)
Terror, Spaß und Bürgerkrieg Live-Übertragung von 3sat 1994
Reichspolterabend 3 Aufzeichnung von Premiere 1994
Heimatabend (NDR) 1994 (Red. Horst Königstein)
Balko (RTL) 1995 (Gastrolle)
Parkhotel Stern (SAT 1) 1997 (Gastrolle)

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