CD Irmgard Knef: Die letzte Mohikanerin

ISBN 978-3-931265-55-7

Beschreibung

Inhalt:

1. Besser als keins (**)
(Original: Eins und eins, T. & M.: C. Niessen) 2:28
2. Begrüßung 7:47
3. Mein 80. Geburtstag (**)
(M.: T. Zaufke, T.: U. M. Heissig) 3:59
4. Vereinsarbeit – rückblickend 5:05
5. Mein Freund der Wimpernfabrikant (**)
(M.: T. Zaufke, T.: U. M. Heissig) 4:23
6. Annika Rökk – Wesen und Sterben 3:05
7. Meine Ich-AG (*)
(M.: R. Bielfeldt, T.: U. M. Heissig) 3:38
8. Früher und heute 7:23
9. Das Ende von Clara Leander 2:33
10. Schmeiß den Dreck weg (**)
(Original: Hit the Road, Jack –
T. & M.: P. Mayfield) 2:56
11. Der Lack ist ab (*)
(M.: R. Bielfeldt, T.: U. M. Heissig) 3:24
12. Schamanenworkshop in Kreuzberg 3:12
13. Die letzte Mohikanerin (**)
(M.: T. Zaufke, T.: U. M. Heissig) 4:29
14. Das Lifting des Willy Frost 1:39
15. Sorry Baby (**)
(M.: T. Zaufke, T.: U. M. Heissig) 3:07
16. Was macht eigentlich …? 5:00
17. Existenzialistenkreise 2:02
18. Es ist aus (**)
(Original: Je t’attends, M.: G. Bécaud,
T.: C. Aznavour) 2:18
19. Vereinsauflösung 2:03
20. Rente (**)
(Original: Fever, M.: J. Davenport, T.: E. Cooley) 3:15
21. Letzte Wünsche ans Publikum 0:43
22. Das nimmt mir keiner mehr (**)
(Original: They can’t take that away,
M.: G. Gershwin, T.: I. Gershwin) 3:42

Gesamtspielzeit: 78:11 Minuten

Arrangements: Thomas Zaufke (**),
Stefan Weinzierl (*)

Über das Programm:

Die Renten sind nicht sicher, die Ich-AG entpuppt sich als Flop, Kollegen und Freunde sind verstorben – ja selbst der Fabrikant ihrer falschen Wimpern weilt nicht mehr unter den Lebenden… Der Lack ist ab!
Für Irmgard Knef kein Grund zu Depression und endgültigem Rückzug von der Bühne.

Die Preisträgerin des Deutschen-Kabarett-Preises (Sonderpreis 2004) steht mittlerweile im 80. Lebensjahr und denkt nicht ans Aufhören: Die engagierte Vertreterin des “alten“ Europa greift erneut zum Mikrophon und präsentiert ihr drittes Soloprogramm „Irmgard Knef: Die letzte Mohikanerin“.

Hierin entpuppt sich Hildes „jahrzehntelang verleugnete Schwester“, die dem Weltstar stets ein liebevolles Andenken bewahrt, als „angry old lady“. Ausgestattet mit dem Galgenhumor einer Trümmerfrau und der Attitude einer „Grande Dame“ des halbseidenen Showbiz unterhält sie kurzweilig als swingende, singende und parlierende Entertainerin.

Ihr geschärft-feinsinniger und ironisch-süffisanter Humor,der in ihren unglaublichen Geschichten, Anekdoten und ihren glaubhaften Stellungnahmen und Zeitzeugenaussagen stets zum Vorschein kommt, hebt sich dabei wohltuend vom grassierenden Comedy-mainstream-Flachwitz ab.

Jazzstandards, Knef-Hits – natürlich nie gecovert, sondern textlich und musikalisch völlig neu gestaltet – und ohrwurmtaugliche Neukompositionen von Rainer Bielfeldt und Thomas Zaufke machen den Abend zu einem Feuerwerk groovig- jazziger Musik voll kabarettistischer Knaller.

Irmgard spürt Knef’scher Weltsicht nach und setzt – über die unkonventionelle Hommage hinaus – völlig eigene satirische Akzente. Konsequent in ihrer Darstellung faszinieren an Irmgard die Spannung zwischen Wiedererkennung und Neuentdeckung, ihre Eigenständigkeit und Abgrenzung vom großen Vorbild.
In Geschichten voller Muttter- und Aberwitz entwickelt sich Irmgards schwarzhumorige Komik aus dem stilvollen Mißglücken einer einzigartigen Karriere. Mit unerhörter Grandezza noch am Rand des Abgrunds, bleibt sie bei aller Katastrophenstimmung: eine unverbesserliche, hoffnungslose Optimistin.

Pressestimmen:

Eine singende Loser-Diva, eine stolze alte Schachtel schießt mal lakonisch und auch mal bitterböse bis schwarzhumorig aus dem Hinterhalt. (FAZ)

Eine gleichsam lebendige, zumindest aber so ungewöhnlich stimmige Figur, wie man sie in deutschen Comedy-Programmen nur selten findet. (Frankfurter Rundschau)

Irmgard Knef – ein dramaturgischer Kunstgriff, so effektiv wie überzeugend, so vielseitig und frei, so direkt und unangepasst wie einst die Knef. (Kölner Stadt-Anzeiger)

Ein weiterer Schritt in die Selbständigkeit jener Kunstfigur (…) von der frustrierten Schwester zur eigenständigen, sozialkritischen, politkabarettistischen Chanteuse ist überzeugend gelungen. (Mannheimer Morgen)

Der herzerfrischende Spott einer alten Dame auf eine Welt, die ihr längst nichts mehr anhaben kann. (Kieler Nachrichten)

Eine emanzipierte Grande Dame des Chanson, die mit gnadenlos schwarzhumorigem Scharfblick gegen den Stumpfsinn zu Felde zieht. Der würdevolle Privatkrieg einer, die das Gestern überlebt hat und das heute allenfalls lakonisch kommentiert. (taz)

Geriatrischer Glücksfall! (Esslinger Zeitung )

Eine gelungene Alternative im Kabarettkosmos! ( Die Presse, Wien)

Ein Stück Kleinkunst-Ewigkeit ( Die Welt)

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