Biografie Wilfried Schmickler

Wilfried Schmickler wurde am 28. November 1954 in Leverkusen geboren. Schmickler lebt seit 1990 in der Kölner Südstadt. Nach dem Abitur 1973 absolvierte er seinen Zivildienst in einer Jugendeinrichtung, in der er mit der Post-Hippie-Szene in Berührung kam. Die Erfahrungen mit der selbstverwalteten Jugendszene führten zur Gründung einer Sprech- und späteren Theatergruppe, aus der schließlich das Trio Matsche, Works und Hallies, bzw. Pullrich hervorging, mit dem Schmickler einige Jahre lang Bühnenerfahrung sammelte.

Als der Kabarettist Jürgen Becker 1989 beim Kabarett-Trio 3-Gestirn Köln 1 ausstieg, wurde Schmickler, vermittelt durch Becker, dessen Nachfolger. Als Mitglied des 3-Gestirns erhielt er zusammen mit Heiner Kämmer und Wolfgang Nitschke 2001 den Deutschen Kleinkunstpreis.

Nachdem das 3-Gestirn sich aufgelöst hatte, trat Schmickler fortan als Solokünstler auf und wurde schließlich 2007 mit dem Deutschen Kabarettpreis und im Rahmen des Prix Pantheon mit dem Sonderpreis Reif & Bekloppt ausgezeichnet. 2009 wurde er erneut mit dem renommierten Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett bedacht. Wilfried Schmickler wird beschrieben als der „Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten“, als „Berufs-Choleriker“ oder „Mann mit der lingualen Axt“, als „Wortakrobat mit messerscharfem Wortwitz“.

Wilfried Schmickler ist seit 1992 ständiger Mitwirkender der WDR-Mitternachtsspitzen. Bekannt wurde er vor allem durch den Ausruf „Aufhören, Herr Becker! Aufhören!“, der lautstark Schmicklers regelmäßigen Schlussmonolog in der Sendung einleitet. Lange Zeit trat in den Mitternachtsspitzen gemeinsam mit Jürgen Becker als die kölschen Zwillinge „Spitz & Spitz“ auf. Von November 2007 bis Oktober 2010 spielte er gemeinsam mit Uwe Lyko das Ehepaar Loki und Helmut Schmidt (Loki & Smoky), dann wurde die Rubrik vom WDR aufgrund des Todes von Loki Schmidt eingestellt.[2] Seitdem treten Schmickler und Lyko als Überschätzte Paare der Weltgeschichte in verschiedenen Rollen (z. B. als Die Geissens, Merkel und Joachim Sauer, etc.) auf.
Auf WDR2 stellt er jeden Montag um kurz vor 11 die „Montagsfrage“.
Für den Schrägstrich im WDR 5-Morgenecho ist Schmickler außerdem als Autor satirischer Radiobeiträge tätig. Ebenfalls für WDR 5 moderiert er viermal im Jahr im Rahmen der Reihe Unterhaltung am Wochenende die Hörfunksendung „Hart an der Grenze“.

Privat engagiert sich Wilfried Schmickler zusammen mit Jürgen Becker und anderen Kollegen ehrenamtlich an einer Köln-Ehrenfelder Hauptschule, um gemeinsam mit den Schülern ein bühnenreifes Programm auf die Beine zu stellen.

Soloprogramme:

Aufhören! (2004)
Danke! (2005)
Zum Dritten (2007)
Es war nicht alles schlecht (2009)
Weiter (2010)
Ich weiß es doch auch nicht (2012)
Das Letzte (2015)

Auszeichnungen:

2001 – Deutscher Kleinkunstpreis mit dem 3-Gestirn Köln 1
2007 – Prix Pantheon, Sonderpreis Reif & Bekloppt
2008 – Deutscher Kabarettpreis, Hauptpreis
2009 – Deutscher Kleinkunstpreis, Sparte Kabarett
2010 – Salzburger Stier
2013 – Tegtmeiers Erben, Ehrenpreis

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